Das vollständige Impressum gehört auf eine eigene Seite Deiner Podcast-Website. Bei Spotify und Apple Podcasts steht dann in jeder Folgenbeschreibung ein anklickbarer https-Link mit dem Wort „Impressum“, der direkt auf diese Seite führt. Bietest Du bezahlte Abos über Apple an, kommen die DSA-Angaben in Apple Podcasts Connect dazu, die Apple öffentlich zeigt.
Ob Dein Podcast überhaupt ein Impressum braucht, wann er geschäftsmäßig ist und wann der Medienstaatsvertrag einen Verantwortlichen verlangt, steht ausführlich unter Podcast-Impressum: Pflicht und Beispielblock. Kurz: Sobald Werbung, Sponsoring, Affiliate-Links oder Bezahlinhalte im Spiel sind, verlangt § 5 Abs. 1 DDG Name, Anschrift und E-Mail, leicht erkennbar und ständig verfügbar. Hier geht es um die Frage danach: an welcher Stelle der Plattformen das konkret passiert.
Vom Hoster in jede App: was der Feed mitnimmt
Ein Podcast hat anders als ein Instagram-Profil keinen einzigen Ort. Du lädst eine Folge bei einem Hoster hoch, der Hoster erzeugt einen RSS-Feed, und Spotify, Apple Podcasts und andere Apps lesen diesen Feed. Was Du beim Hoster in die Folgenbeschreibung schreibst, landet so in allen Apps, die den Feed abonniert haben.
Die Spotify-Hilfe beschreibt das für Shows, die bei Spotify for Creators gehostet sind, so: „Dein Text mit HTML-Formatierung wird von uns exakt so, wie er angezeigt wird, an alle Audioplattformen gesendet.“ Daraus folgen zwei praktische Regeln:
- Du pflegst den Impressumslink an der Quelle, also beim Hoster, nicht in jeder App einzeln. Eine Änderung in der App eines Dritten kommt beim nächsten Abruf des Feeds unter Umständen wieder weg.
- Was einmal im Feed stand, ist verteilt. Apps und Verzeichnisse speichern Folgenbeschreibungen. Eine Wohnanschrift, die Du in die Shownotes einer alten Folge geschrieben hast, holst Du nur mühsam zurück. Deshalb gehört in die Folgentexte nur der Link, nie die Anschrift selbst.




